Marcel Reich-Ranicki lehnt den Deutschen Filmpreis ab
Nein, das war kein Witz, sondern die Realität live im Deutschen Fernsehen!
Gestern Abend bei der Deutschen Filmpreisverleihung hat der nominierte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki mit den Worten
“Ich nehme diesen Preis nicht an. Ich finde es schlimm, was wir uns über Stunden hier ansehen mussten”
den Deutschen Fernsehpreis verweigert.
Das war wohl das erste Mal in der Geschichte des Deutschen Fernsehen, dass es jemand gewagt hat einen Preis nicht anzunehmen.
Reich-Ranicki hat es nicht mehr ausgehalten und hat bei der Verleihung einen Wutanfall über das tägliche (niveaulose) Fernsehprogramm bekommen (den ganzen Bericht von Marcel Reich-Ranicki bei der Filmverleihung findet ihr hier).
Thomas Gottschalk hat die Situation dann noch gerettet und hat vorgeschlagen sich zur Güteeinigung zusammen mit den Intendanten von ZDF, ARD und RTL zusammen zu setzten und über Dinge wie zum Beispiel Bildung, Erziehung und Literatur zu reden, über die nach Meinung von Marcel Reich-Ranicki nicht ausreichend im Deutschen Fernsehen informiert und geredet wird.
In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erzählte Reich-Ranicki was ihn so wütend gemacht hat und warum er den Deutschen Filmpreis (erst einmal?) abgelehnt hat.
Ob Marcel Reich-Ranickis Ablehnung des Deutschen Fernsehpreises Folgen haben wird bleibt fraglich.
Sicher wird es eine Debatte über das deutsche Fernsehprogramm geben, aber mit einer Programmänderung ist wohl kaum zu rechnen.
Wer will auch schon Sendungen über Literatur und Bildung sehen, wenn er sich doch so tolle und anspruchsvolle Sendungen wie beispielweise “Effenbergs Heimspiel” anschauen kann? ![]()
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Filmpreis in Deiner Überschrift ist falsch! Grüße!